Arcor
Arcor, dessen Name aus dem französischen „l’arc d’or“ (goldener Bogen) abgeleitet wurde, entstand aus einem Joint Venture von Mannesmann und Deutscher Bank und wurde im Jahr 1997 mit der DBKom vereinigt, woraus die damalige „Mannesmann Arcor AG & Co. KG“ entstanden ist. Die Übernahme von Mannesmann durch Vodafone ließ daraus die Arcor AG & Co. KG entstehen. Arcor hat den Ausbau seines eigenen Festnetzes bis hin zu den Teilnehmervermittlungsstellen derzeit für etwa 60 Prozent der Haushalte realisiert. Weiterhin bestehen für die übrigen Haushalte Anschlüsse an die Arcor-Weitverkehrsnetze auf der Ebene der Telefonnetz-Zusammenschaltungspunkte und der Breitband-PoPs der Telekom.
Seit Ende des Jahres 2006 setzte Arcor immer mehr auf die kostengünstigere NGN-Infrastruktur anstelle des leitungsvermittelten Telefonnetzes. Das eigene Sprachtelefonieangebot wird daraufhin als „Arcor Sprachanschluss“ und nicht mehr unter „Arcor ISDN“ vermarktet. Die Wahl zwischen ISDN-Technik oder NGN-Technik wird seit Ende 2008 dem Kunden überlassen, der seitdem die Möglichkeit hat, den „Telefon Komfort-Anschluss Classic“ für einen ISDN-Anschluss zu wählen.
Immer wieder ist das Unternehmen Arcor der Kritik der Endverbraucher ausgesetzt was die Bedingungen der Vertragskündigung betrifft. Die vertragliche Mindestlaufzeit beträgt 24 Monate und verlängert sich automatisch um 12 Monate, wenn die Vertragslaufzeit erreicht ist und nicht gekündigt wird. Bei einem Umzug des Endkunden beträgt die Mindestlaufzeit erneut weitere 24 Monate. Bestandskunden haben in den meisten Fällen keine Möglichkeit, die Angebote für Neukunden zu übernehmen.
Arcor erzielte im Geschäftsjahr 2006/2007 mit ca. 3.600 Mitarbeitern einen Umsatz von über 2 Millionen Euro und zählt neben der Deutschen Telekom zu Deutschlands zweitgrößtem Festnetzbetreiber. Am Ende des Jahres 2006 waren 1,9 Millionen Kunden im Besitz eines ISDN-Telefonanschlusses wovon 1,7 Millionen die Verbindung mit einem DSL-Anschluss nutzten. Zu den Providern für IP-Telefonie (VoIP) zählt Arcor seit dem Frühjahr 2005 und setzt diese seit Ende 2006 zunehmend als Regeltechnologie bei der Bereitstellung gebräuchlicher Sprachtelefonie an Anschlüssen mit DSL ein.
Sämtliche Arcor-Produkte sollen einer Meldung im hr-Fernsehen zufolge im Laufe des Jahres 2009 eingestellt werden und komplett in die Vodafone Produktpalette integriert werden.
